technik   

 Hier mal ein kleiner Überblick über den "OWL-Server", also das Stück Hardware das dahintersteckt. Die Liste ist nach Komponenten gegliedert und zu den Komponenten gibt es jeweils eine kleine Beschreibung mit den technischen Daten, jedenfalls soweit ich die greifbar hatte. Bei der Auswahl habe ich mich allerdings weitgehend auf diejenigen Komponenten beschränkt, die für den Mailbox- und Webserverbetrieb von Bedeutung sind.

 Wer sich ein wenig für Hardwarebasteleien und "All-In-One"-Systeme interessiert, kann ja vielleicht die eine oder andere Anregung mitnehmen. Der Gamer wird natürlich nur bemerken, daß das alles uraltes, wertloses Zeug ist. 

 Der Uninteressierte möge  nun weiterblättern, den anderen wünsche ich viel Spaß beim wühlen zwischen den angestaubten Bauteilen des OWL-Servers:

Verpackung

 Zunächst wäre da die Verpackung, ein

  • EYE-910 Fileservergehäse (Baby AT)
    • 300 W Standardschaltnetzteil
      Mit geregeltem Lüfter, den ich allerdings ausgetauscht habe gegen einen
      • Papst Variofan 3412 GMV (92x92x25, 74 Kubikmeter Luft die Stunde)
    • 10 x 5,25 Einschübe
    • 4x Rollen
    • 2 x interne Lüfter 80x80
    • ergänzt um
    • 2 x 5,25 Papst-Einschublülüfter, jeweils mit 2x 80x80 Lüftern

Herzchen

 Dann wäre da das Herz des ganzen, ein

  • Tyan S1564D (TomCat IV Dual)
    Dualprozessor-Motherboard in BAT-Size mit recht umfassender Ausstattung, AWARD 4.51PG-BIOS, 512 KB onboard 2nd Level Cache und intel 82439HX-Chipset. In zwei Sockel-7 stecken jeweils
    • 2x intel Pentium 166MMX
      ergeben zusammen - das richtige Betriebssystem vorausgesetzt - auch sowas wie einen 333MMX. 
      • 2x Papst CPU-Cooler
      In den vier SIMM-Bänken (acht Steckplätzen) für 72polige SIMMs stecken
    • 4x 64 MB EDO-RAM (60ns)
    • Onboard IDE1
      • Master
        IBM DPTA-307045 (Deskstar 75GXP)
        3,5 Zoll, einfache Bauhöhe, 1966 KB Cache, 45 GB formatierte Kapazität, 8,5 msec average seek, 4,16 msec Latenzzeit, 8 Köpfe, 4 Platten, 512 Bytes je Sektor, 7.200 Umdrehungen pro Minute. PIO Mode 4 oder Ultra-ATA/66+.
      • Slave
        IBM DPTA-307060 (Deskstar 75GXP)
        3,5 Zoll, einfache Bauhöhe, 1966 KB Cache, 60 GB formatierte Kapazität, 8,5 msec average seek, 4,16 msec Latenzzeit, 8 Köpfe, 4 Platten, 512 Bytes je Sektor, 7.200 Umdrehungen pro Minute. PIO Mode 4 oder Ultra-ATA/66+.
    • Onboard IDE2
      ... ist abgeschaltet.
    • Onboard FDD
      • 3,5 Floppylaufwerk
        Ein Standard-Floppy mit 1,44 MB im 3,5-Zoll-Format.
      • 5,25 Floppylaufwerk
        Ein Standard-Floppy mit 1,2 MB im 5,25-Zoll-Format.
    • Onboard Tastaturanschluß
      • IBM PS/2-Tastatur
        Die Tastatur schlechthin: eine alte IBM mit dem gewissen "Klick". Unverwüstlich. Die besten AT-Keyboards die jemals gebaut wurden.
    • Onboard Seriell 1
      • MASTER VIEV CPU SWITCH CS-102
        Ein elektronischer CPU-Switch für die Umschaltung einer seriellen Maus, einer Tastatur (DIN) und einem Monitor (D-Sub) zwischen zwei Rechnern. Kaskadierung wäre möglich.
      • Microsoft Maus
        Es gibt auch Microsoft-Produkte, auf die ich schwöre. 
    • Onboard Seriell 2
      ... ist derzeit nicht in Gebrauch.
    • Onboard Parallel
      Nur im Polling Mode; es ist aber eh' nichts angeschlossen.
    • Onboard USB
      Beide Ports sind auf ein Slotblech geführt. Aber wird das wirklich gebraucht?

PCI

 Drei der vier PCI-Slots sind wie folgt bestückt:

  • Matrox Mystique 1064SG
    Wie der Name schon sagt mit 4 MB SG-RAM und 170 MHz RAMDAC. Sorgt für eine Auflösung von 1280x1064 Pixel bei 64 k Farben und 75 Hz Bildwiederholfrequenz auf einem
    • Nokia 445Xi Plus
      Ein 110kHz (150Hz Vertikal) Multisync-Monitor in 21 ganzen Zoll von der finnischen Schmiede, die nicht nur Mobiltelefone herstellt. Die maximale Aufl¨sung beträgt 1600x1200 Pixel, es sind 21 Speicherplätze sowie ein D-Sub und BNC-Anschluß (umschaltbar) nvorhanden.
  • Mylex DAC960PD
    PCI-Karte mit voller Baulänge, dreimal Symbios Logic 53C720 und einmal intel i960CF RISC-Prozessor. Damit RAID-Level 0,1 und 5 sowie das Mylex-eigene JBOD auf drei Wide-SCSI-Kanälen. Auf dem PS/2-Steckplatz sitzen
    • 32 MB Fast Page Mode DRAM (60ns) mit Parity als WriteBack-Cache.
    An den drei Wide-SCSI-Anschlüssen hängt dann das folgende Zeug:
    • Kanal 0
      Der ist intern auf ein Slotblech mit 68poligem Connector gelegt. Das wiederum ist über ein geschirmtes, externes Kabel mit einem
      • Mapower 8fach SCSI-Gehäuse
        verbunden. Das ist ein externes SCSI-Gehäse mit
        • 300 Watt Schaltnetzteil
        • acht 5,25 Einschüben
        Aufgerüstet ist das ganze mit
        • einem zweiten Gehäuselüfter 80x80
        • einem Festplatteneinschub mit Doppellüfter
        • zwei Lüftereinschüben mit jeweils einem 80x80 Lüfter
        Das Diskarray läuft auf RAID Level 5 (striped parity) und hat eine Gesamtkapazität von 21.785 MB, sie sich aus folgender Bestückung ergbibt:
        • IBM DDRS 34560T (Ultrastar 9ES)
          Firmware S97B. 3,5 Zoll-Laufwerk, einfache Bauhöhe, 384 KB Cache, 4,569.600.000 Bytes formatierte Kapazität, 7,5 msec average seek, 4,17 msec Latenzzeit, 5 Köpfe, 3 Platten, 512 Bytes je Sektor, 7.200 Umdrehungen pro Minute. Ultra-Wide-SCSI-Interface (40 MB/sec).
        • IBM DDRS 34560T (Ultrastar 9ES)
          Firmware S92A. Daten wie oben beschrieben.
        • IBM DDRS 34560T (Ultrastar 9ES)
          Firmware S92A. Daten wie oben beschrieben.
        • IBM DDRS 34560T (Ultrastar 9ES)
          Firmware S92A. Daten wie oben beschrieben.
        • IBM DDRS 34560T (Ultrastar 9ES)
          Firmware S92A. Daten wie oben beschrieben.
        • IBM DDRS 34560T (Ultrastar 9ES)
          Firmware S92A. Daten wie oben beschrieben.
    • Kanal 1
      Intern im Server von 68 auf 50 Pole adaptiert, direkt angeschlossen ein
      • Plextor PX-20TSi Tray (12/20 PLEX)
        512 KB Cache, 90 ms random seek, 95 ms random access, 220 ms full stroke access, 4000 (innen) bis 6.360 (außen) Umdrehungen pro Minute, max. 3 MB/sec Datentransferrate. Nahezu alle CD-Formate einschl. CD-RW lesbar.
      Danach auf ein Slotblech mit 50poligem Connector geführt und extern aktiv terminiert.
    • Kanal 2
      Intern im Server verlegt. Hier auch ein Array auf RAID Level 5 (striped parity) mit einer Kapazität von derzeit 17.356 MB, die sich aus den folgenden am Kabel angeschlossen Platten ergibt:
      • IBM DDRS 39130D (Ultrastar 9ES)
        Firmware DC1B. 9,1 GB. Daten ansonsten wie bei den DDRS 34560.
      • IBM DNES 309170W (Ultrastar 18ES)
        Firmware SAH0. 3,5 Zoll-Laufwerk, einfache Bauhöhe, 2 MB Cache, 9,1 GB formatierte Kapazität, 7,5 msec average seek, 4,17 msec Latenzzeit, 5 Köpfe, 3 Platten, 512 Bytes je Sektor, 7.200 Umdrehungen pro Minute. LVD oder SE Ultra-Wide-SCSI-Interface (40 MB/sec).
      • IBM (PSG) DNES 309170W (Ultrastar 18ES)
        Firmware SAB0. 80pol. SCA-Anschluß. Daten ansonsten wie oben beschrieben.
      Der Bus dann am Kabelende mit einem aktiven Terminator abgeschlossen.
  • IBM Auto Busmaster PCI Adapter (LAN Streamer)
    Wohl die beste Auto 16/4 Token Ring PCI-Karte, die IBM jemals gebaut hat. Ein RJ45 Anschluß für entweder UTP oder STP. Es hängt per UTP dran eine
    • SMC Elite 4016RC
      Das ist eine passive, SNMP-fähige 16-Port Multistation Access Unit (MAU). Also ein Ringleitungsverteiler (sowas wie ein Hub im Ethernet). Daran klemmen, neben den anderen Rechnern u.a. ein
      • HP JetDirect EX plus3 (HP J2593A)
        Ein Token Ring Printserver (16/4 Mbps, DB9 und RJ-45 Connector) mit dre Parallelanschlüssen (EPP) und Unterstützung von IPX/SPX (Novell), DLC/LLC (MS LanManager - nur auf Port 1) und TCP/IP. Treibt im Moment meinen alten HP LaserJet III mit PCL5 Resolution Enhancement (300dpi Laser mit 1MB RAM).
      • HP JetDirect EX (HP J2383B)
        Ein Token Ring Printserver (16/4 Mbps, DB9-Connector) mit einem Parallelanschluß (EPP) und Unterstützung von IPX/SPX (Novell), DLC/LLC (MS LanManager) und TCP/IP. Treibt im Moment meinen Lexmark 5700 Color Jetprinter (1200dpi Farbtintenstrahler).
      • IBM (Lexmark) 4033
        Ein Token Ring Printserver (16/4 Mbps, DB9-Connector) mit einem seriellen (25pol) und einem parallelen Anschluß (EPP). Treibt im Moment meinen betagten HP DeskJet 500 (300dpi s/w Tintenstrahler).

ISA

 Und in den fünf ISA-Slots stecken die folgenden Karten:

  • Creative Labs SoundBlaster 16
  • Decision Watch Dog Timer Adapter
  • SMC Elite16 Combo
  • Diehl Quadro
    Aktive ISDN Karte in voller Baulänge. Datenverbindungen und mehr laufen über die daran angeschlossenen Network Terminator Basic Adapter (NTBA), also ISDN-Anschlüssen. Drei der vier Anschlußmöglichkeiten sind derzeit in Benutzung, und zwar jeweils an einem Anschluß
    • bei bei der Telekommunikation Ostwestfalen-Schaumburg (teleos). Über den übrigens die gesamte Telefonie läuft.
    • bei der Deutschen Telekom AG (DT AG). Preselected auf Tele2 und nur für eingehende Anrufe und Datenübertragungen.
    • bei der teleos. Die Nummer zwei. Der hier ausschließlich für die Internetanbindung.
  • Decision PC COM ISA Bus 8 Port RS-232/RS-422 Card
    Acht serielle Ports mit einem IRQ und acht gesockelte 16650er UARTs auf einer Karte mit voller Baulänge. An dem DB62 Anschlußkabel mit acht DB25 Anschlüssen hängen
    • Conrad DCF-77 Funkuhr-Einbau-Modul mit serieller Schnittstelle
      Immer die richtige Zeit von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt.
    • APC Share-UPS
      Eine UPS Interface Erweiterung, die den USV-Port durchschleift, und sieben weitere serielle Ports für den Anschluß weiterer Rechner bereitstellt. Damit kann eine ganze Serverfarm runtergefahren werden und außerdem ist Remote-Management über eine Manangement-Port via Modem möglich.
      • APC Smart-UPS 2000i
        2000 VA (1500W) halten das System auch bei den langwierigsten Spannungsproblemen eine ganze Zeit am laufen.
    • Emmerich Istec 1008
      Eine ISDN-Telefonanlage (1xS0) mit 8 a/b-Anschlüssen, PC-Anschluß (RS-232) und Anschlußmöglichkeit für eine Türfreisprecheinrichtung. Jeweils mit auswechselbarem EPROM. Hier ist noch eins mit der Uraltfirmware 1.70 drin.
    • US Robotics Courier Dual Standard
      Ein V.34/V.FC und Faxmodem (Class 1 und 2.0), das neben den Standardprotokollen (V32bis) auch V.34+, V.32terbo und HST sowie Kompression nach V.42bis und MNP2-5 unterstützt. Das Modem hat - neben 32 k RAM - ein 256 k EEPROM und da ist im Moment die Firmware 049-6.2.2 mit DSP Rev. 1.2.2 drin. Der DSP läuft mit 20,16 MHz.
    • US Robotics Courier I-Modem
      Ein ISDN/V.34 Hybridmodem mit Faxunterstützung (Class 1 und 2.0), das neben den analogen und ISDN-Standardprotokollen (X.75, V.110, V.120, V32bis) auch V.90 und X2 im Servermodus, V.34+, V.32terbo und HST sowie Kompression nach V.42bis und MNP2-5 unterstützt. Das Gerät hat - neben 256 k RAM - ein 768 k EEPROM und da ist im Moment die Firmware 2.4.5 mit DSP Rev. 3.0.3 drin. Der DSP läuft mit 20,16 MHz.
    • ZyXEL 2864ID
      Ein ISDN/V.34 Hybridmodem mit Faxunterstützung (Class 1 und 2), das neben den analogen und ISDN-Standardprotokollen (X.75, V.110, V.120, V32bis) auch V.90 im Servermodus, die ZyXEL-Modi mit 19.200 und 16.800 cps sowie Kompression nach V.42bis und MNP4-5 unterstützt. Das Gerät hat ein 8 MBit Flash-EPROM und da ist im Moment die Firmware DSS1: V 2.99I und die Fax/Modemfirmware V 2.01D. Außerdem könnten bis zu 8 MB RAM für Offline-Faxempfang nacherüstet werden.
    • ZyXEL U-1496EG+
      Das Zyxel U-1496E+ mit dem Geier (BZT-Zulassung ) im Metallgehäuse. Ein Klassiker. Neben den Voice- und ZyXEL-Modi mit 19200 und 16800 cps unterstützt das Gerät die Fax-Klassen 1 und 2 sowie alle Standardmodi (V.32bis usw.) und Kompressionsverfahren (V.42bis, MNP4-5). Auch heute immer noch eins der besten Faxgeräte und Anrufbeantwoeter der Welt. Damals allerdings noch ohne Flash-ROM. Dieses hier hat die Firmware 6.12 und das wird auch so bleiben.

 Damit ist die Beweisführung für den mangelnden Bedarf an ISA-Steckplätzen und auch der Hardwareüberblick beendet. Ich hoffe es hat gefallen. 


 

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